Versicherte Ursachen und Verletzungen

Im Alltag tauchen unterschiedliche Risiken auf, die zu teilweise schweren Unfallereignissen führen können. Die gesetzliche Unfallversicherung deckt allerdings nur einen Teil der möglichen Gefahrenquellen ab, nämlich jene, die im Bereich der beruflichen Tätigkeit liegen. Darüber hinaus tauchen aber auch andere Unfallursachen im Zusammenhang mit der GUV auf.

Hintergrund ist die Tatsache, dass sich der Geltungsbereich der gesetzlichen Unfallversicherung auch auf den Bereich der Berufskrankheiten erstreckt. Zudem gehören auch Schüler, Studenten und in Tageseinrichtungen betreute Kinder zum Versichertenkreis, welcher von den Trägern der Unfallversicherung erfasst wird. Aus diesem breiten Versichertenkreis und der Tatsache, dass als Unfall ein zeitlich begrenzt auf den Körper wirkendes Ereignis zu verstehen ist, das zu gesundheitlichen Schäden führt, lässt sich ermessen, wie breit die Palette der eingeschlossenen Unfallursachen in der gesetzlichen Unfallversicherung ist.

Einen Einblick in die Unfallursachen gibt unter anderem die Arbeitsunfallstatistik im öffentlichen Dienst aus dem Jahr 2008. Demnach entfielen allein von 135.559 Unfällen 91.623 auf die Bereiche Arme, Beine, Hüfte und Schulter.

Verletzungsart Fallzahl (öffentlicher Dienst für 2008)
Prellung

32.988

Quetschung

7.014

Torsion

33.197

Luxation

1.008

Zerreißungen (Hautverletzungen, vollständige Zerreißung

31.653

Frakturen

14.168

Verbrennungen & Verätzungen

1.994

Erfrierungen

9

Stromschlag

260

Vergiftungen, Infektionen

1.279

Sonstiges

11.989

Übersicht zur Verteilung der Unfallverletzungen im öffentlichen Dienst für das Jahr 2008 (Quelle: Zahlenbericht Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V.)

Die Übersicht zeigt, dass vor allem die mechanische Schädigung der Gesundheit auch im Unfallgeschehen im öffentlichen Dienst eine erhebliche Rolle spielt. Eine Aussage, die sich auch auf die Versicherten der gewerblichen Berufsgenossenschaften übertragen lässt. Genaue Unfallursachen lassen sich daraus zwar noch nicht ableiten, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung liefert aber weitere Zahlen zur Tätigkeit, die mit dem Unfallgeschehen in Verbindung steht.

Übersicht zur Verteilung der Unfallverletzungen im öffentlichen Dienst für das Jahr 2008, aufgeschlüsselt nach Unfalltätigkeit/Ursache (Quelle: Zahlenbericht Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V.)

Ein überwiegender Anteil der Verletzungen, mit dem sich die gesetzliche Krankenversicherung im Jahr 2008 (öffentlicher Dienst) auseinandersetzen musste, entstand allein aus der Bewegung, also etwa beim Gehen oder Laufen der Beschäftigten. Nichtsdestotrotz weist die Tatsache, dass auch Infektionen und Vergiftungen in den Statistiken auftauchen darauf hin, wie breit die Palette der versicherten Unfallursachen ist.

Aufgrund dieser Tatsache kommt der gesetzlichen Unfallversicherung nicht nur im Bereich der Leistungen beim Unfall eine große Bedeutung zu, sondern auch, wenn es um die Unfallprävention geht.

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