Prävention im Arbeitsalltag

Arbeitsplatzbedingte Gesundheitsgefahren sind für einen nicht unerheblichen Anteil der Erkrankungen in Deutschland verantwortlich – sei es durch einen Arbeits- oder Wegeunfall bzw. eine Berufskrankheit. Umso größer ist natürlich das Interesse an einer Prävention, die zur Gesundheit der Beschäftigten beiträgt – auch im Interesse der Unternehmen. Schließlich sind krankheitsbedingte Ausfälle mit Folgen verbunden, die zu einer wirtschaftlichen Belastung werden können. Die Prävention im Arbeitsalltag ist deshalb nicht nur nach dem SGB VII eine wesentliche Kernkompetenz der gesetzlichen Unfallversicherung, sondern auch aufgrund weiterführender gesetzlicher Regelungen/Verordnungen – und geht dabei unterschiedliche Wege.

Vergleich zwischen der Zahl gemeldeter Arbeits- und Wegeunfälle für den Zeitraum zwischen 2000 und 2010. Deutlich sichtbar ist der annähernd konstante Verlauf bei den Wegeunfällen, während im Bereich der Arbeitsunfälle ein deutlicher Abwärtstrend nachvollziehbar ist (Quelle: DGUV-Statistiken für die Praxis 2010; Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V.)

Ein zentraler Dreh- und Angelpunkt bleibt natürlich der Arbeitsschutz, welcher einerseits die Ausgestaltung des Arbeitsplatzes sowie der versicherten Tätigkeit einschließt, auf der anderen Seite aber auch den Beschäftigten selbst fordert – durch die Ausgestaltung konkreter Sicherheitsregeln für einzelne Betriebsbereiche. Schließlich ist ein unter dem Gesichtspunkt größtmöglicher Arbeitssicherheit gestalteter Arbeitsplatz wenig wert, wenn Beschäftigte fahrlässig gültige Sicherheitsregeln missachten. Aus diesem Grund gehören zum Arbeitsschutz und der wirksamen Prävention am Arbeitsplatz regelmäßige Schulungen, Arbeitsschutzunterweisungen – und natürlich auch entsprechende Kontrollen.

Betrachtet man diese Komponenten der Prävention im Alltag, lassen sich ein praktischer und ein theoretischer Bereich voneinander trennen. Letzteren setzen die Träger der Unfallversicherung bzw. der Spitzenverband unter anderem durch die Trägerschaft der Forschungs- und Bildungseinrichtungen um, in denen Wissen rund um das Thema Prävention und Arbeitsschutz grundlegend bzw. weiterführend an für die Schutzmaßnahmen zuständige Mitarbeiter wie auch Experten vermittelt und in Theorie sowie Praxis durch Labore validiert wird.

Von der Theorie zur Praxis

Über diesen Weg wird der Präventionsgedanke im Alltag nicht nur dynamisch gestaltet, er entwickelt sich in die einzelnen Betriebsbereiche hinein und setzt sich in den konkreten Arbeitsalltag der Beschäftigten mit dem Ziel fort, die Zahl der Versicherungsfälle zu reduzieren und die Gesundheit der Beschäftigten vor den arbeitsplatzbedingten Risikofaktoren zu schützen.

Prävention im Arbeitsalltag lässt sich aber nicht ausschließlich nur in diesem gesetzlich klar umrissenen Rahmen betrachten. Vielmehr greift hier das Gesamtkonzept eines gesunden Arbeitsplatzes mit der Arbeitsschutzstrategie öffentlicher Stellen ineinander. Ein Ansatz, der inzwischen in verschiedenen Unternehmen seinen Niederschlag gefunden hat – etwa in Form des Gesundheitsmanagements. Die Zielsetzung dieser Verknüpfung ist aus Sicht der Unternehmen ein wachsendes wirtschaftliches Interesse an der Gesundheit der Beschäftigten, da hier mit ein Zuwachs an Effizienz und Produktivität gerechnet wird.

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